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Johanna Kneer krönt ihr Jahr mit dem WM-Titel

Die Karatekämpferin des KJC Ravensburg gewinnt in Spanien die Jugend-Weltmeisterschaft

Von Thorsten Kern

Ihr Jahr ist bereits vor dem vergangenen Wochenende ein erfolgreiches gewesen. Johanna Kneer gewann die US Open und die Croatia Open. Am vergangenen Wochenende krönte die Karatekämpferin des KJC Ravensburg ihr bislang bestes Jahr. Im spanischen Guadalajara gewann die 15-Jährige die Karate-Weltmeisterschaft in der Altersklasse „Kumite Jugend“.

 „Ich habe in der Vorbereitung gemerkt, dass eine Medaille drin ist“, sagte Kneer am Dienstag im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung. „Nach dem ersten Kampf habe ich gemerkt, dass ich Chancen auf den Titel habe.“ Denn nach einem Freilos in Runde eins traf die KJC-Athletin in ihrem Auftaktkampf auf die Spanierin Serralbo Munoz. Trotz des Heimvorteils hatte Kneers Gegnerin keine Chance und verlor mit 0:8. „Ich war locker drauf“, sagt Kneer, „alles hat gepasst.“

Gepasst hat es auch in den nächsten zwei Runden. Im Achtelfinale gewann die Ravensburger Gymnasiastin mit 4:2 gegen die spätere Bronzemedaillengewinnerin Farida Aliyeva aus Aserbaidschan. Im Viertelfinale deklassierte Kneer die Iranerin Parvaneh mit 8:0. Es fehlte also nur noch ein Sieg, um bei der vom offiziellen Weltverband „World Karate Federation“ ausgerichteten WM um die Goldmedaille zu kämpfen. Lange sah es gegen die Japanerin Takeda nicht gut aus für Kneer. Die 15-Jährige lag mit 0:1 zurück, und die Zeit lief ab. „Ich habe mich konzentriert und in letzter, wirklich allerletzter Sekunde einen Faustschlag zum Kopf angesetzt.“ Aus den Augenwinkeln sah Kneer, dass beide Flaggen der Kampfrichter hochgingen. Das bedeutete den 1:1-Ausgleich und eine Schiedsrichterentscheidung über den Finaleinzug. „Ich war mir sicher“, sagt Kneer in der Rückschau, „dass sich die Kampfrichter für mich entscheiden, weil ich aktiver war.“ Ihr Gefühl sollte sie nicht täuschen, Kneer kam ins Finale. Dort traf die Ravensburgerin auf die Ukrainerin Ielyzabeta Sirosh. Vor dem Kampf sei sie schon etwas nervöser gewesen als vor den anderen WM-Kämpfen, gesteht Kneer. „Aber immer wenn ich in den Wettkampfbereich gelassen werde, ist bei mir die Nervosität weg.“ Gut eine Minute brauchte Kneer, um sich „ranzutasten“. Dann lief es für das KJC-Talent. Ein Tritt zum Bauch brachte Kneer die 2:0-Führung. Sirosh musste jetzt aktiver werden, Kneer konnte auf Konter lauern. Einen dieser Konter nutzte sie zur Vorentscheidung. Kneer traf die Ukrainerin mit dem Fuß am Kopf, bekam dafür drei weitere Punkte. Der Kampf ging wenig später auch mit 5:0 zu Ende. Dritte KJC-Weltmeisterin

Nach Lazar Boskovic und Alexandra Witteborn ist Johanna Kneer in den vergangenen 13 Jahren bereits die dritte Karate-Weltmeisterin aus der Talentschmiede des KJC Ravensburg. Kneer ist außerdem die erste Jugend-Weltmeisterin aus dem Baden-Württembergischen Karateverband (KVBW). Dementsprechend zufrieden äußert sich auch der Landestrainer und Kneers KJC-Heimtrainer Günter Mohr: „Wir sind sehr glücklich und stolz auf Johanna, sie hat alles richtig gemacht“, wird Mohr in einer Pressemitteilung des KVBW zitiert. Seit Sonntag ist die 15-Jährige also Weltmeisterin. „Am Montag bin ich mit einem super Gefühl aufgewacht, konnte es aber noch nicht realisieren.“ Das sei dann erst am Dienstag passiert. An diesem Tag hat Kneer übrigens gleich wieder in der Trainingshalle beim KJC gestanden und selbst Training gegeben. Sich selbst gönnt die 15-Jährige in den kommenden Wochen „ein bisschen Ruhe“. Für 2014 hat die Zehntklässlerin das erste Ziel aber schon wieder vor Augen. Im Februar ist die Junioren-Europameisterschaft. Da will sie als Weltmeisterin natürlich auch wieder eine gute Rolle spielen.

Erschienen: 12.11.2013 18:10

Quelle: Schwäbische.de

 

 

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